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Newsletter n°71 [DE]

publié von Admin, le Montag 3. April 2017

Alle Fassungen dieses Artikels:

Sehr geehrte Damen und Herren

Kürzlich haben wir Sie über die Risiken des geplanten Abbaus von Seltenen Erden im Nordwesten von Madagaskar informiert.
Die vom Bergbauprojekt betroffene Bevölkerung und die Bewohner der weiteren Umgebung haben die unten beigefügte Petition ins Leben gerufen.

Bitte unterschreiben Sie die Petition und leiten Sie sie weiter. Unseren Informationen zufolge schreiten die Arbeiten vor Ort bereits schnell voran.
 
https://www.change.org/p/projet-tantalus-sauvez-l-archipel-de-nosy-be-et-la-p%C3%A9ninsule-d-ampasindava

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung

Mit besten Grüßen
Der Collectif TANY

Rettet die Inselgruppe von Nosy Be und die Halbinsel Ampasindava !
https://www.change.org/p/projet-tantalus-sauvez-l-archipel-de-nosy-be-et-la-p%C3%A9ninsule-d-ampasindava

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Projekt TANTALUS in Madagaskar

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Die Halbinsel Ampasindava im Nordwesten von Madagaskar verfügt über eine aussergewöhnliche Artenvielfalt mit vielen endemischen Pflanzen. Berge, Wälder, ausgedehnte Mangrovenwälder und eine zerklüftete Küste bilden einen fragilen Lebensraum für weltweit einzigartige Tier- und Pflanzenarten. An Land gibt es viele endemische Vögel, Reptilien und Amphibien sowie einige Lemurenarten, darunter der Lepilemur mittermeieri, der nirgendwo sonst vorkommt. Im Wasser findet man fünfzehn Arten von Meeressäugern, darunter der erst vor kurzen entdeckte Wal Omura sowie Walhaie und eine Vielzahl von Riff- und Korallenfischen.

In dieser grünen Landschaft zwischen Meer und Bergen leben mehr als 33,000 Personen. Die Familien leben hauptsächlich von der Fischerei und von kleinbäuerlicher Landwirtschaft, dazu kommen der Anbau von Export-produkten wie Vanille, Kakao oder Kaffee. Des Weiteren ist die Halbinsel das Tor zur Inselgruppe von Nosy Be, dem Mekka des Tourismus in Madagaskar.

Ein weltweit einzigartiges Ökosystem bedroht

Ein Bergbauprojekt droht nun, die Halbinsel Ampasindava für immer zu zerstören. Das Unternehmen Tantalum Rare Earth Madagaskar (TREM) erhielt von der madagassischen Regierung eine Konzession, um auf einer Fläche von 300 Quadratkilometern Seltene Erden abzubauen. Auf undurchsichtige Weise und ohne dass die Bevölkerung angemessen konsultiert wurde, erhielt TREM von der madagassischen Übergangsregierung, die 2013 mit Wahlen zu Ende ging, eine mehr als fragliche Abbaubewilligung.

Der Abbau von Seltenen Erden bringt eine der weltweit schädlichsten Techniken mit sich, die unter anderem Chemikalien wie Natriumchlorid , Ammoniumsulfat oder Oxalsäure benötigt sowie riesige Menge an Wasser verbraucht. Dies führt zu erheblichen Mengen giftiger und radioaktiver Abfälle, welche den Böden, dem Grundwasser und der Bevölkerung zusetzen. Für die Herstellung von einer Tonne Seltener Erden sind 7 Tonnen Ammoniumsulfat und 1,5 Tonnen Oxalsäure erforderlich.

Die Produktion einer Tonne Seltener Erden erzeugt auch 1.000 Tonnen mit Ammoniumsulfat und Schwer-metallen verunreinigtes Wasser, und 2.000 Tonnen giftiger Abfälle. Die TREM plant, während 50 Jahren jährlich 10.000 Tonnen seltene Erden zu exportieren. Eine solche Operation würde insgesamt 500 Millionen Tonnen kontaminiertes Wasser und 1 Milliarde Tonnen giftige Abfälle produzieren.

Die Topographie der Halbinsel ist von Bergketten gekennzeichnet, durchzogen von vielen Flüssen. Diese ergiessen sich in den Canal de Mozambique und würden die Abwasser des Abbaus Seltener Erden mit sich führen und damit das Meerwasser in der ganzen Region vergiften.

Während der Regenzeit ist der Norden Madagaskars starken Wirbelstürmen und Regenfällen ausgesetzt, die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt mehr als 2000 Millimeter pro Jahr. Diese Regenfälle können auch die Abwasserteiche mit Seltenen Erden zum Überlaufen bringen. Diese müssten sehr stabil gebaut sein, um dem schlechten Wetter und den gewaltigen Regenfällen standzuhalten.

Eine weitere Frage ist das Problem der Speicherung des Abfalls : Wenn die Lagerplätze des Schlamms nicht völlig
wasserdicht sind, sickert permanent säurehaltiges Wasser in die Wasserkreisläufe der Umgebung und deren Säuregehalt erhöht sich dauerhaft, was einen sinkenden pH-Wert zur Folge hat. Wenn dieses Wasser in die Bucht von Ampasindava fliesst, bringt es unabsehbare Folgen für das aussergewöhliche marine Ökosystem mit sich.

Angesichts der verheerenden Auswirkungen auf die Region und ihre Bewohner – und da die lokale Bevölkerung vermutlich in keiner Weise von den wirtschaftlichen Gewinnen, die ein solches Projekt mit sich bringt, profitieren wird, ist es wichtig, dass der Abbau von Seltenen Erden in Ampasindava nicht zustande kommt
.

Diese Petition wird übergeben an :

• Président de la République de Madagascar
 Hery RAJAONARIMAMPIANINA

Sources iconographiques


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